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Lebensgrund

Verändre dich, veränder dein Gehör,
dein Sehen und dein Bild von dieser Welt.
Nicht nur Gespinste von geborgtem Geld
zerreiße du, auch das Erstarrte stör,

auf dass das Junge bald die Schale bricht.
Besinnen wir uns auf den Lebensgrund,
auf Liebe, Tod, Geburt, das Schaffen und
auf das, was in uns für den andern spricht.

Uns Menschen ist das Menschliche gegeben,
damit wir es befrein und offenbaren
und wir geleitet sind auch in den Jahren,
da wir im Nebel tasten, statt zu leben.

Hörst du die Chöre, die von Hoffnung singen.
Im Dunkel reift, was sie uns nahebringen.

2009

Lächeln

Ein Lichtstrahl, der auf düstre Landschaft fällt,
so gleitet Lächeln über ein Gesicht.
Leicht schwinden Trauer, Ängste und Verzicht
dem, der sich andern öffnet und der Welt.

Die Hoffnung, welche aus dem Leiden tönt
verlorner Völker, scheint im Lächeln wider,
das wie die Sagen ist und wie die Lieder
und ein Gesicht verwandelt und verschönt.

Das Tiefste, was ein Weiser je gedacht,
der Gier entsagend, doch der Liebe nicht,
ist Güte, die aus einem Lächeln spricht.

Vernunft jedoch, die sich zunichte macht,
dem Leben feind, dem Sinn, der uns noch bleibt –
ach, dass das Lächeln nicht ins Leere treibt.

2008


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