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Lyriker    Erzähler    Essayist

 

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Aus Briefen

An Walter Janka, Leiter des Aufbau-Verlages, am 31.8.1955:
Warum wirken sich „Papiermangel“ und andere Schwierigkeiten gerade immer bei schmalen Büchern mit geringer Auflage aus?

An Peter Goldammer, Mitarbeiter des-Aufbau Verlages, am 8.3.1967:
Sie sind viel zu rasch beleidigt, während ich mir alles und jedes, jede Willkür und selbst unzweideutige Fehler als „Zusammenarbeit“ gefallen lassen sollte. Über die Notwendigkeit besonders sprachlicher Änderungen können Sie nicht allein entscheiden, da ich schließlich der Urheber bin.

An Richard Zipser, Professor an der University of Delaware, am 5.8.1993:
Verspätet, doch um so herzlicher danke ich Ihnen für die Informationen zu Ihrer Arbeit über die Literaturzensur in der DDR. Wenn in Deutschland kaum finanzielle Unterstützung für dieses Projekt zu erlangen war, so entspricht das wohl der hiesigen Kultur-Situation. Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Erfolg bei der Lösung Ihrer Aufgabe – lassen Sie sich bestärken. Ein Honorar habe ich nicht erwartet.

An Lennart Meri, Schriftsteller und Staatspräsident, am 12.2.2000:
Ihre Reden der Jahre 1989 bis 1996 haben meine Kenntnisse von der jüngsten estnischen Geschichte erweitert und vertieft. Sie sprechen meine eigenen Erfahrung und spät gewonnene Überzeugung aus, wenn Sie feststellen, daß sich das totalitäre System nicht reproduzieren kann.

An Julian Zugazagoitia, Guggenheim Museum, New York, am 8.12.2001:
Leider werde ich nicht kommen können, aber im schönsten Raum unseres Hauses  lebt eine Reproduktion der MUSE von Constantin Brancusi. So haben wir etwas von Guggenheim bei uns.

An Regina Nörtemann, Literaturwissenschaftlerin, am 27.10.2003:
Für Ihre Leistung möchte ich Ihnen Respekt und Anerkennung ausdrücken. Die drei Bände mit dem lyrischen Werk von Gertrud Kolmar sind gerade jetzt ein wichtiger Akt literarischer und historischer Besinnung.

An Malte Herwig, Wissenschaftler und Journalist, am 10.3.2006:
Heute heißt meine Grundüberzeugung Toleranz, sehe ich das Gleichgewicht der Gesellschaft in demokratisch organisierter sozialer und kulturelle Vielfalt gewahrt. Den Gedanken der Toleranz habe ich übrigens seit Mitte der sechziger Jahre in der DDR immer stärker entwickelt.

An Lutz Hagestedt, Professor an der Universität Rostock, am 18.9.2009:
Mit besonderer Freude schicke ich Ihnen das signierte Exemplar des „Schamanensteins“ zurück. Ich danke Ihnen für das Interesse an meinen Büchern. Der „poeta doctus“, den Sie im Blick auf Paul Fleming meinem Namen hinzufügen, lässt mich lächeln und ehrt mich. Ich darf Ihnen für Ihre wissenschaftliche Tätigkeit viel Erfolg wünschen.

 

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