Dein Wort, dein stilles Wort
Gesichter, die sich vor dein Auge schieben –
die Frauen weinen, und die Männer stieren,
betrogen und geduldig, zu verlieren,
bestraft vom Land, in dem sie hängenblieben.
Auch dein Gesicht wird wie das ihre werden,
das tief gekerbte, unzerstörte, bleiche;
es ist das überall und immer gleiche,
es ist das aller Leute hier auf Erden.
Befiehlt man dir, zu schweigen und zu trauern,
nimm dir das Recht, zu handeln und zu leben
und aus dem Schlamm, ein Mensch, dich zu erheben,
zu hoffen, zu versuchen, zu bedauern;
dein Wort wird Haß und Hochmut überstehen,
dein Wort, dein stilles Wort, kann nicht vergehen.
1992 |
 |