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Im Weiten der Vogel

Im Weiten der Vogel, sich werfend, ein Pfeil.
Wovor auf der Flucht? Vor welcher Wut?
Verscheucht ihn der Winter? Entrann er der Glut?
Hilf Himmel, dass kein Zyklon ihn ereil,

aus brodelndem Schlot kein giftiger Rauch,
dass er im Strom des Verfließens behalt
noch lange die leichte, die schöne Gestalt,
sein Fliegen sich wiederhole, ein Hauch.

Die Flügel gebreitet, gleitet er hin
auf kreisenden Winden, steuert geschickt,
geführt vom Auge, das denkend erblickt.

Im Weiten der Vogel trägt unsern Sinn,
die Erde zu schonen als freundlichen Raum,
als wogendes Feld und blühenden Baum.

2007

 

 

 


Lebensgrund

Verändre dich, veränder dein Gehör,
dein Sehen und dein Bild von dieser Welt.
Nicht nur Gespinste von geborgtem Geld
zerreiße du, auch das Erstarrte stör,

auf dass das Junge bald die Schale bricht.
Besinnen wir uns auf den Lebensgrund,
auf Liebe, Tod, Geburt, das Schaffen und
auf das, was in uns für den andern spricht.

Uns Menschen ist das Menschliche gegeben,
damit wir es befrein und offenbaren
und wir geleitet sind auch in den Jahren,
da wir im Nebel tasten, statt zu leben.

Hörst du die Chöre, die von Hoffnung singen.
Im Dunkel reift, was sie uns nahebringen.

2009

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