Zen-Garten
Verweilend und gehend inmitten des Gartens
will ich, dir nahe, den Atem mit allem tauschen
und sinkend der Sinfonie der Stoffe lauschen.
Es leuchtet die Steinlaterne des tätigen Wartens.
Das Wasser fließt klirrend über Gneis und Glimmer,
und Kiese kräuseln sich in leichten Wellen.
Nur das Bewegte lebt, denkt zu den Quellen;
Erstarrtes beginnt zu leben in blauem Schimmer.
Lass uns auch knien zu den Funkien und Azaleen,
in ihre Träume denkend uns versetzen,
anstatt die Träume anderer zu verletzen.
Denn Hoffnung zu beirren ist Vergehen.
Mit seinem tiefsten Innern sich besprechen
hilft die Ketten von Hassen und Rächen zerbrechen.
2006
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